Rckblicke auf das Deutsche Turnfest in Berlin
20. Jun. 2017

Hier sind die Presseberichte des BT und der BNN nachzulesen als auch der spezielle TVO-Bericht unseres Teilnehmers Holger Siebnich. Als kleines Schmankerl ist auch das sensationell produzierte Kurzvideo von Xenia Maier zu sehen. Vielen Dank an Euch beide.

Nochmals herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Jung bis Alt sowie für das perfekte Engagement von Gabi Westermann. Einen solchen Einsatz aller bezuschusst der Turnverein Oberndorf unheimlich gern. Danke, dass Ihr den TVO in Berlin so zahlreich und würdig vertreten habt.

 

Internationales Deutsches Turnfest in Berlin: Turnfeuerwerk auf dem Rasen, Raketen im Nachthimmel

Ein farbenfroher Umzug im Schatten des Brandenburger Tors, eine gigantische Eröffnungsveranstaltung, spannende Wettkämpfe und eine grandiose Stadiongala: Das 43. Internationale Deutsche Turnfest in Berlin war für die 80000 Teilnehmer ein großes Erlebnis, das seinem Motto "Wie bunt ist das denn!" voll gerecht wurde. Vom TV Oberndorf waren 25 Mitglieder dabei.

Gemeinsam mit den 28 weiteren gemeldeten Vereinen des Turngaus Mittelbaden/Murgtal waren die Oberndorfer in einer Berufschule im Bezirk Reinickendorf untergebracht. Insgesamt 560 Sportler verwandelten die Klassenzimmer dort eine Woche lang in ein einziges großes Matratzenlager. Und schon die Anreise war für sie ein kollektiver Spaß gewesen. Der Badische Turnerbund hatte einen Sonderzug organisiert, der die Teilnehmer zwischen Basel und Heidelberg einsammelte und über Nacht in die Hauptstadt brachte. Da dessen Abteile wenig zum Schlafen einluden, war der Partywaggon umso besser ausgelastet.

Angekommen in Berlin, erreichte die Stimmung nach einer kurzen Verschnaufpause am Eröffnungsabend des Turnfestes auf der Fanmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule ihren Höhepunkt. 15000 Teilnehmer gestalteten den Festumzug, auch die Oberndorfer reihten sich ein. Zwei von ihnen nutzten die Premiumperspektive für ein ausgiebiges Fotoshooting direkt unterm Brandenburger Tor - und wurden dafür von den Moderatoren direkt zum Kurzinterview einbestellt.

Die folgenden Tage waren die Teilnehmer damit ausgelastet, sich Spitzensport in den Wettkampfhallen, Vorführungen auf den Showbühnen und natürlich auch die geschichtsträchtige Hauptstadt selbst anzusehen. Geselliger Abschluss war für die meisten Vereinsmitglieder jeden Abend in der Schulmensa, wo sie sich über die Erlebnisse des Tages austauschten. Bestens umsorgte sie dort ein Helferteam des Turngaus, das die Betreuung der Schule übernommen hatte. Im Vorfeld hatte sich kein einheimischer Verein gefunden - wie es sonst Tradition auf Turnfesten ist - der diese Aufgabe übernehmen konnte.

Höhepunkt war für viele die Gala im Olympiastadion, ein farbenfrohes Spektakel mit mehreren tausend Teilnehmern, die auf dem Rasen ein wahres Feuerwerk des Turnsports abfackelten, das nur von den echten Raketen übertroffen wurden, die zum Finale den Nachthimmel über dem Dach der Arena erleuchteten. Bundeskanzlerin Angela Merkel nutze den Rahmen, um zu seinem Karriereende die Verdienste von Turnstar Fabian Hambüchen zu würdigen. Gänsehaut im weiten Stadionrund.

Viel Stimmung herrschte aber auch bei den Wettkämpfen, unter anderem dank der Oberndorfer. So fuhr am Rand des Faustballspielfelds der TVO-Partyzug, eine kleine choreografierte Fanparade. Die brüllte die Oberndorfer auf Platz 35 im 74 Mannschaften starken Teilnehmerfeld. Die Leistungsturner versuchten, beim Orientierungslauf rund um die Museumsinsel zügig zu laufen und zu navigieren - was mal mehr, mal weniger gut gelang. Am Ende stand Rang 18. Turnerisch hielt Markus Mauck die Fahne hoch, der sich bei seinem Pokalwettbewerb auch nicht davon aus der Ruhe bringen ließ, dass der mal eben knapp fünf Stunden dauerte. Auch dank des TVO-Fanzugs landete er auf einem hervorragenden achten Platz. Liane Westermann, Cédric Westermann, Diana Maier und Xenia Maier absolvierten den Drei-Kilometer-Turnfest-Lauf, für den es keine Platzierungen gab. Schließlich startete Rosalie Schmidt im Trampolinturnen (für den TV Gernsbach) und erzielte in ihrer Altersklasse den 22. Platz.

Letzte Prüfung einer tollen Woche war schließlich die Zehn-Stunden-Heimfahrt im Sonderzug - natürlich wieder mit Partywaggon. Dort tauschten die Teilnehmer ein letztes Mal Anekdoten aus und waren sich einig: "Wie bunt war das denn!"